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Mittwoch, 18.08.2010, 00:00 Alter: 9 Jahre

DSI-Initiative Passender Schuh 18.08.2010


[Translate to de:] Fußreport: 82 Prozent der Deutschen tragen unpassende Schuhe

Fußreport: 82 Prozent der Deutschen tragen unpassende Schuhe

Zu klein, zu groß, zu eng, zu weit

– über 80 Prozent der deutschen Bevölkerung tragen nicht passende Schuhe, das belegen neueste Studien des PFI an über 10.000 Füßen. Was aber noch viel schlimmer ist: Den meisten Menschen ist dies gar nicht bewusst. Das Deutsche Schuhinstitut DSI hat auf diese alarmierenden Zahlen reagiert und eine breit angelegte Informationskampagne ins Leben gerufen – die ‚Initiative Passender Schuh‘. Deren Ziel ist es, mit Hilfe eines aufklärenden Buches und durch gezielte Medienarbeit die Bevölkerung für die Gesundheit ihrer Füße zu sensibilisieren.
In den Industriestaaten leiden 60 Prozent der Erwachsenen an Fußproblemen, obwohl 98 Prozent aller Menschen mit gesunden Füßen zur Welt kommen. „Experten gehen davon aus, dass falsches Schuhwerk die Hauptursache dafür ist“, sagt Dr. Monika Richter vom PFI. Die Forscherin leitete den Deutschen Fußreport, der 2009 veröffentlicht wurde, und untersuchte dafür die Füße von 3.398 Frauen und 1.585 Männern. Die Probanden wurden per Zufallsauswahl in Schuhgeschäften, Betrieben, Arztpraxen und Universitäten an 57 Orten quer durch Deutschland angesprochen, um einen repräsentativen Querschnitt zu erhalten. „Wir haben bei jeder Testperson beide Füße mit einem 3D-Scanner von der kleinen Zehe bis zum Knie vermessen“, erklärt die Studienleiterin. Auch Alter, Körpergröße und Gewicht wurden aufgenommen.


Menschen werden größer, Füße nicht!

Die Deutschen sind im Lauf der letzten Jahrzehnte größer und fülliger geworden. Weil sich dadurch auch die Anforderungen an unsere Kleidung geändert haben, wurden
die Kleidergrößen immer wieder angepasst, zuletzt 2009. Das trifft allerdings nicht auf die Schuhgrößen von Erwach­senen zu. Die letzten publizierten Ergebnisse einer repräsentativen Fußmessung stammen aus dem Jahr 1966, als in der DDR die Füße von 4.150 Menschen vermessen wurden. „Darum war ein Ziel unserer groß angelegten Studie herauszufinden, ob nicht nur die Menschen,sondern auch ihre Füße größer geworden sind“, sagt Dr. Richter. Ihre Antwort: „Nein. Obwohl die jüngeren Frauen im Durchschnitt größer sind als die Frauen älterer Generationen, bleibt die durchschnittliche Fußlänge kon­stant. Das gilt auch für die Männer“, so Dr. Richter. Allerdings hat der Fußreport ergeben, dass sich Volu­men, Breite und Umfang der Füße verändert haben. Häufigste Größen bei Frauen sind 38 und 39, die meisten Männer tragen 42. Regio­nale Unterschiede be­züg­lich der Fußgröße wurden nicht festgestellt. Das Spektrum der Weiten dagegen ist größer geworden.


Tipps für den Schuhkauf
Wer seinen Füßen etwas Gutes tun will, sollte sie zuerst im Schuhgeschäft vermessen lassen. „Für die Länge gilt:
Vor den Zehen muss genügend Zugabe zum Abrollen sein, aber auch nicht zu viel. 10 Millimeter sind ideal“, sagt Dr. Becker. Am Ballen und an der Ferse muss der Schuh fest sitzen, vor allem bei höheren Absätzen darf
die Ferse nicht ‚schlupfen‘, da man sonst leicht umknicken kann. „Der Fuß soll nicht an der breitesten Stelle, sondern an der schmalsten, dem Rist, gehalten werden. Dabei darf er nicht drücken“, so Becker. Der Fußspezialist weist darauf hin, dass auch die Uhrzeit beim Schuhkauf eine Rolle spielt: „Unsere Füße sind abends dicker als am Morgen. Darum sollte man Abendschuhe abends kaufen, um zu verhindern, dass sie später zu eng sind.“ Schuhe, die den ganzen Tag über getragen werden, kauft man am besten nachmittags. „Kauft man sie morgens, können sie abends zu eng sein. Kauft man sie abends, können sie morgens zu weit sein“, sagt Becker. „Grundsätzlich gilt: Ist ein Schuh zu eng, sollte das nicht mit einer Nummer größer ausgeglichen werden, sondern mit einem weiter geschnittenen Modell. Bei einer zu großen Weite dagegen sollte niemals zu einer kürzeren Länge gegriffen werden.“

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